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15/11/2016
MAPEbox gewinnt den 11. Deutschen Gefahrstoffschutzpreis 2016
Wussten Sie, dass ein aufgewirbelter Staubpartikel von 1 µm Größe rund sieben Stunden braucht, bis er wieder am Boden angelangt ist? So lange kann er eingeatmet werden. Tatsache ist: Staub am Arbeitsplatz macht krank. Auch heute noch sind viele Beschäftigte am Bau asbesthaltigen und anderen Stäuben ausgesetzt, die vor allem die Lunge schädigen. Die meisten von ihnen arbeiten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). MAPEI wurde für seinen Beitrag, die Staubbelastung auf der Baustelle zu minimieren, mit dem Deutschen Gefahrstoffschutzpreis 2016 ausgezeichnet. 

Besonders für Unternehmen mit wenigen Beschäftigten stellt der Arbeitsschutz eine echte Herausforderung dar. Nichtsdestotrotz müssen auch KMU für die Vermeidung von Gesundheitsgefahren sorgen, wie sie z. B. durch Staub auf der Baustelle entstehen. Dort können unterschiedliche Stäube gleichzeitig auftreten, wie z. B. Gips-, Zement-, und Mörtelstaub, Asbeststaub und Quarzstaub. Letzterer ist besonders aggressiv, wenn er beim Brechen, Schleifen oder Mahlen neu entsteht, da die frischen Bruchkanten der Partikel stark auf die Lunge wirken. Darum wurde für Quarzstaub ein Beurteilungsmaßstab für die Belastung am Arbeitsplatz festgelegt, der mit 0,05 mg/m deutlich niedriger liegt als bei anderen Stäuben. Quarzstaub kann bei der Bearbeitung aller sandhaltigen Bauteile (Mörtel, Zementestrich, Klinker, Fliesen etc.) freigesetzt werden.
 
Um die Aktivitäten rund um das Thema Staub zu bündeln und weiterzuentwickeln, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit den Sozialpartnern, den Unfallversicherungsträgern, der Bauwirtschaft und den Bundesländern das Aktionsprogramm „Staubminimierung beim Bauen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Unternehmen für das staubarme Arbeiten auf der Baustelle zu sensibilisieren –  und alle Beteiligten davon zu überzeugen, verstärkt Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
 
Auch im bodenlegenden Handwerk geht es um Staubminimierung, vor allem beim Anmischen von Spachtelmassen. Nicht zuletzt deshalb hat MAPEI die MAPEbox entwickelt: ein Containersystem, das die Staubentwicklung beim Anmischen der Spachtelmassen verhindert – weil die vorgemischte, verwendungsfertige Spachtelmasse bereits in dem 800 kg fassenden Container der MAPEbox enthalten ist. Die MAPEbox wird an die Baustelle geliefert und kann dort einfach per Hubwagen bewegt werden. Durch den Anschluss einer Pumpe, die Teil des Systems ist, wird die gemischte Spachtelmasse direkt vor Ort gefördert und kann dort sofort eingesetzt werden.
 
Die Produktinnovation von MAPEI überzeugte auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Eine Fachjury unter Leitung der Behörde zeichnete die MAPEbox am 25. Oktober 2016 im Steinsaal des BMAS in Berlin mit dem Deutschen Gefahrstoffpreis aus. Verliehen wurde der Preis von Ministerialdirektorin Maria Britta Loskamp an MAPEI-Vertreter Günther Hermann (Technischer Marketing Manager Fußboden) und Alfred Loleit vom strategischen Technikpartner INOTEC.
 
Der Deutsche Gefahrstoffschutzpreis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und zeichnet innovative oder vorbildliche Lösungen beim Umgang mit Gefahrstoffen aus. Das Preisgeld wird unter den drei Hauptgewinnern aufgeteilt. Der Preis wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) seit 1994 alle zwei Jahre ausgeschrieben und würdigt
 
• die Erfindung und Erprobung weniger gefährlicher Stoffe, Produkte und Verfahren,
  die Gefahrstoffe ersetzen und langfristig überflüssig machen
 
• vorbildlich realisierte Konzepte für Schulung, Motivation und Mitarbeiterbeteiligung
 
• modellhafte Lösungen für sicherheitstechnische, organisatorische und hygienische Anforderungen
 
• besondere Verdienste um das Erkennen stoffbedingter Gefahren am Arbeitsplatz sowie
 
• den öffentlichen Einsatz für die Verbesserung des Schutzes vor Gefahrstoffen
 
Im Wettbewerb 2016, der organisiert wird von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), wurden praktische Lösungen, innovative Konzepte und gute Ideen zum Schutz vor Asbest und anderen Stäuben gesucht. Vergeben wurde der Preis in diesem Jahr in drei Kategorien: „Staubarme Materialien verwenden“ – für den die MAPEbox ausgezeichnet wurde – „Staubarme Techniken“ sowie „Staubausbreitung verhindern“. Es bewarben sich insgesamt 24 Unternehmen, von denen die besten drei ausgezeichnet wurden.
 
Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Erklärung statt, die Staatssekretärin Yasmin Fahimi als Vertreterin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gemeinsam mit den Sozialpartnern der Baugewerke sowie Vertretern der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft und der Länder unterzeichnete. Darin wird die Bereitschaft bekräftigt, in der wichtigen Frage der Staubbekämpfung gemeinsam für Fortschritte in der Prävention und eine nachhaltige Verbesserung der Situation auf Baustellen einzusetzen.
 
Durch systematische Kooperation und Koordinierung bei der Expositionsermittlung, Technik, Qualifikation und Kommunikation soll die Effizienz aller Einzelmaßnahmen gesteigert werden. Schließlich verhindere staubarmes Arbeiten staubbedingte Erkrankungen der am Bau Beschäftigten, so das Bundesarbeitsministerium. Darüber hinaus verbessere es das Image der Anbieter von Bau- und Baudienstleistungen. „Es ist gut, wenn alle Beteiligten bei der Staubminimierung an einem Strang ziehen“, sagte Staatssekretärin Fahimi.
 
Für den Geschäftsführer der MAPEI Deutschland GmbH, Dr. Uwe Gruber, ist die Preisverleihung Bestätigung und Ansporn zugleich: „Der Gewinn des Deutschen Gefahrstoffpreises 2016 ist für uns nach der Verleihung des Preises „Innovations@DOMOTEX“ eine logische Konsequenz. Wir werden uns auch weiterhin nach Kräften in der Verbesserung des Arbeits- und Gefahrstoffschutzes engagieren.“

Bildlegende:
Freuten sich über die Auszeichnung aus den Händen von Ministerialdirektorin Maria Britta Loskamp vom BMAS: MAPEI-Mitarbeiter Günther Hermann (Technischer Marketing Manager Fußboden, links) und Alfred Loleit (Verkaufsleiter INOTEC)
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