Interview zur Produktneuheit Keracolor Plus

Erfahren Sie alles über Fugen, die aktuelle ÖNORM und Keracolor Plus.
3 September 2019

DER NEUE FUGENMÖRTEL VON MAPEI IST REVOLUTIONÄR! 
Das lässt sich mit Fug und Recht behaupten.

Aus dem Hause MAPEI kommt wieder einmal eine innovative Produktneuheit: Keracolor Plus, ein Zement-Fugenmörtel, der sowohl in der schnellen und anwenderfreundlichen Verarbeitung als auch in der leichten Pflege und Reinigung neue Maßstäbe setzt. Zum Thema Fugen allgemein und zum neuen Keracolor Plus haben wir einen Experten befragt. Ing. Stefan Schallerbauer ist Sachverständiger für Arbeiten mit Mosaik-Fliesen und Platten sowie Technischer Leiter der Abteilung Produkttechnik Keramik & Naturstein bei MAPEI Austria GmbH.


Fugen gelten als wichtiger Bestandteil jedes Fliesen- und Plattenbelages. Warum?

Fugen können ganz unterschiedliche Funktionen haben. Grundsätzlich gibt es Belags- und Dehnungsfugen. Die genauen Begriffe für diverse Fugen sind in der ÖNORM geregelt: Bewegungsfugen sind elastisch, Anschlussfugen verbinden den Belag mit den Einbauten, Belagsfugen sind starr und dienen der Aufnahme von Maßtoleranzen der Belagselemente. Feldbegrenzungsfugen begrenzen den Belag in Teilflächen. Gebäudetrennfugen (auch Bauwerksfugen) müssen aus dem Untergrund deckungsgleich übernommen werden. Randfugen trennen den Belag von aufgehen Bauteilen. 

Es gibt also generell elastische und starre Fugen. Aus welchen Materialien bestehen diese?
Das Angebot reicht von gänzlich starren und flexiblen Fugenmaterialien auf Zementbasis über Flüssigkunststoff-vergütete Produkte bis hin zu säurebeständigen Reaktionsharz-Fugenmörteln. 

Gibt es für die Qualität von Fugenmörteln eigentlich Normen?
Die Fugenmörtelqualität von zementbasierendem Werksfugenmörtel ist in der ÖNORM EN 13888 verankert. Die Anforderungen umfassen den Verschleißwiderstand bzw. die Abriebbeständigkeit, die Biege- und Druckfestigkeit, das Schwindverhalten und die Wasseraufnahme. 

Und wie erkennt man gute Qualität? Gibt es Kennzeichnungen dafür?
Fugenmaterial mit der Bezeichnung CG1 erfüllt nur die Mindestanforderungen der EN 13888. Das „C“ steht für Cement, also Zement und das „G“ für Grout, was frei übersetzt soviel wie dünnflüssiger Mörtel bedeutet. Wenn auch die Anforderungen für größere mechanische Belastungen bzw. höhere Feuchtigkeitsbelastungen erfüllt werden, dann darf die Kennzeichnung CG2 WA verwendet werden, die auf eine verringerte Wasseraufnahme und erhöhte Abriebfestigkeit der Fuge hinweist.

Auch die Fugenbreiten für Innen- und Außenbereiche wurden vor kurzem in der ÖNORM neu geregelt. Wie sieht die normgerechte Fuge aus?
In der ÖNORM B3407 werden folgende Mindestfugenbreiten angegeben:
Für Belagsfugen, die mit elastischem Fugenfüllstoff verfüllt werden im Innenbereich: mindestens 3,0 mm, im Außenbereich: mindestens 5,0 mm. Für Belagsfugen, die nicht mit elastischem Fugenfüllstoff verfüllt werden im Innenbereich: mindestens 1,5 mm, im Außenbereich: mindestens 3,0 mm. 

Wie passt der neue Fugenmörtel von MAPEI Keracolor Plus zu all diesen Anforderungen?
Keracolor Plus ist ein flexibler Fugenmörtel für Fugenbreiten von 1-10 mm. Die Besonderheit ist seine einzigartige Formulierung. Durch den MAPEI DropEffect® perlen Wassertropfen auf der Fugenoberfläche fast gänzlich ab. Dadurch bleibt auch weniger Schmutz haften und auch optisch bleiben die Fugen länger schön, sogar in Feucht- und Nassräumen. 

Apropos Nassräume. Wie vermeidet man hier Schimmelprobleme?
Bei Keracolor Plus hat Schimmel durch die MAPEI BioBlock Technologie® keine Chance. Sie verringert den Wassereindrang entscheidend und damit auch die Bildung von Mikroorganismen, die für die Entstehung von Schimmel auf der Fugenoberfläche verantwortlich sind.

Jede Menge Vorteile. Was sollte man noch über Keracolor Plus wissen?
Keracolor Plus überzeugt zum einen bereits während der Bauphase, denn der Mörtel ist leicht zu verarbeiten und härtet schnell. Zum anderen aber auch nach Fertigstellung des Bauprojektes durch die Langlebigkeit sowie die schnelle und einfache Reinigung. Das MAPEI-Farbsortiment umfasst derzeit 11 Farben.


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Ing Stefan Schallerbauer

Sachverständiger für Arbeiten mit Mosaik- Fliesen und Platten
Technische Leitung und Produkttechnik - Keramik & Naturstein der MAPEI Austria GmbH

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